Buntes Baiser mit Zitronengeschmack

Normalerweise kennt man Baiser als feines weißes Gebäck. Es zergeht auf der Zunge und braucht schon ziemlich lange, um im Backofen zu „trocknen“. Als kleine Abwechslung habe ich knall-buntes Baiser gebacken und daraus verschiedene Formen hergestellt.

Gerade für Kindergeburtstage oder Feierlichkeiten kommt das Baiser prima zum Einsatz. Traditionell wird Baiser (Französisch für Kuss), international oft „Meringue“ genannt, als Schaumgebäck aus Eischnee und Zucker zum Kaffee serviert. Als Dekorationen auf Torten oder Cupcakes macht es sich auch sehr gut.

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Das Baiser habe ich mit einer #18er Tülle der Marke „Wilton“ hergestellt. Neben einem Spritzbeutel, entsprechenden Tüllen und einem langen Borstenpinsel benötigt man noch Lebensmittelfarben. Ich verwende Gelfarben ebenfalls von der Marke „Wilton“. Sie sind schön kräftig in der Farbe und beeinträchtigen den Geschmack nicht.

Mit einem langen Borstenpinsel wird die Farbe in senkrechten Strichen ca. 1 cm breit auf die Innenseite des Spritzbeutels aufgetragen. Dafür eignen sich Einwegspritzbeutel sehr gut. Das Auftragen der Farbe ist etwas kniffelig und wenn man nicht aufpasst, ist man danach fast so bunt, wie das Baiser selbst. Aber das Ergebnis lohnt sich.

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Beim Aufspritzen muss man nicht viel Platz zwischen den einzelnen Baisers lassen, da sie nicht mehr viel aufgehen. Besser man arbeitet platzsparender, wenn man eine kleine Tülle wie die #18er verwendet, denn damit kann man schon mal locker bis zu 100 Stück auf ein Blech bekommen.

Hat man schon einige Reihen Baiser aufgespritzt, erkennt man, dass keines dem anderen gleicht. Die Farbzusammenstellung ändert sich, je mehr man aufgespritzt hat. Bestimmt sieht das Baiser auch toll aus, wenn man es nur mit hellen Pastellfarben einfärbt. Wieder eine Idee für den nächsten Versuch.

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Wer mit dem Baiser noch ein bisschen mehr anstellen möchte, kann damit z.B. auch Torten verzieren. Ich habe einen Zitronen Kuchen gebacken, ihn mit Buttercreme eingestrichen und die Baisers als Dekoration oben drauf gesetzt. Hier gehts zum Rezept für meine Baiser Torte. Dieses Rezept verwende ich immer für meine Buttercreme.

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Das sollte man bei Baiser beachten

Das Eiweiß sollte sorgfältig vom Eigelb getrennt werden. Sind nur kleine Mengen Eigelb in dem Eiweiß enthalten, kann das schon dazu führen, dass sich das Eiweiß nicht mehr perfekt aufschlagen lässt. (Wobei das mehr die Optik, als den Geschmack beeinträchtigt). Damit sich auf den Geräten und Materialien keine Fettrückstände mehr befinden, empfiehlt es sich die Schüssel der Küchenmaschine und den Rühraufsatz mit Essig abzuwaschen.

Dem Baiser kann nach Belieben Aroma hinzugefügt werden, wie z.B. Zitrone, Rum, Vanille etc. Jedoch sollte beachtet werden, dass keine fetthaltigen Aromen verwendet werden, da sich das Eiweiß sonst nicht mehr aufschlagen lässt.

Das Baiser benötigt Zeit zum Trocknen. Wird es nur kurz und zu heiss gebacken, kann es von innen nicht richtig trocknen und erhält nicht den zartschmelzenden Geschmack. Ausserdem erreicht man dann nicht die gewünschte schneeweiße Farbe, sondern eher einen gelblichen Farbton. Als Richtwert gilt: ca. bei 90-100 °C, 1,5 bis 2 Stunden trocknen.

Damit das Baiser knusprig bleibt, sollte es an einem trockenen Ort, in einer Dose verpackt, gelagert werden. Denn Baiser zieht schnell Feuchtigkeit an und wird matschig. Nach dem Backen muss das Baiser für mehrere Stunden auskühlen, damit es hart wird. Bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank.

 

Baiser

Zutaten

4 Eiweiß (Gr. M, ca. 120 g)
250 g Zucker
1 Prise Salz
Aroma

Anleitung

Das Eiweiß sorgfältig vom Eigelb trennen. Mit einer Prise Salz das Eiweiß ca. 15 Sekunden auf höchster Stufe schlagen, bis sich Bläschen bilden. Die Küchenmaschine auf schwache/mittlere Stufe stellen und den Zucker nach und nach hinzufügen. Ggf. Aroma beimischen.

Bei bunten Baisers wird der Spritzbeutel von innen mit einem Borstenpinsel angemalt. Vorsichtig lange Streifen von der Tülle bis zum Ende des Beutels ziehen. Die Eiweißmasse behutsam einfüllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen.

Der Ofen wird auf 90-100 °C vorgeheizt und das Baiser ca. 1,5 bis 2 Stunden getrocknet. Anschließend gut auskühlen lassen. Dieses Rezept ergibt ca. 4 Bleche, bei Bedarf ggf. Rezept halbieren.

Anmerkung: Als Richtwert gilt: Das Eiweiß abwiegen und doppelt soviel Zucker wie Eiweiß zufügen.

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